Umweltbüro Lichtenberg

Buchrezension Nationalpark Jasmund. Weltnaturerbe auf Rügen

Die Autoren lassen die lange Geschichte des Schutzgebietes aufleben, begann doch die Entwicklung vom Naturdenkmal zum Nationalpark bereits 1926. Ein geplanter Kreideabbau in der Kieler Bucht gab den Anstoß für die Unterschutzstellung der Stubnitz, einer Waldlandschaft an der Ostküste der Halbinsel Jasmund auf der Ostseeinsel Rügen. Seit 1929 stehen Küste und angrenzende Wälder unter Naturschutz. 1990 wurde das Schutzgebiet erweitert, die Ausweisung als Nationalpark folgte.

 

Wie schon beschrieben hat der Nationalpark Jasmund wesentlich mehr zu bieten als Kreidefelsen: Quellmoore, Regenmoore, Kesselmoore mit Erlenbrüchen, Seggen-, Wollgras- und Binsenbeständen sind vor Ort ebenso zu finden, wie Buchenwälder, Hügelgräber und Küstenbereiche. Dynamische Entwicklungen der Landschaft durch Uferabbrüche gehören hier dazu.

 

Die u. a. sehr komplexen Geschehnisse werden im Buch allgemeinverständlich erläutert, zwischen den Zeilen wird immer wieder die Liebe und Ehrfurcht der Autoren für dieses Gebiet, das sie teilweise schon seit 60 Jahren persönlich beobachten, deutlich. So lernt der aufmerksame Lesende, dass im Nationalpark derzeit 249 bekannte Moosarten vorkommen, mehr als zehn Fledermausarten zu Hause sind und der einst in Norddeutschland ausgestorbene Wanderfalke seit einigen Jahren wieder an der Steilküste brütet. Ebenso wie die Mehlschwalben, die dem Wanderfalken u. a. als Nahrungsquelle dienen. Ja, so ist die Natur!

 

Die Buchenwälder des Nationalparks zählen seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Durch die forstliche Nutzung der Flächen bis in die 1990er Jahre, trotz bestehendem Schutzstatus und anders geltender Verordnungen, stand die Ausweisung eine Zeitlang auf der „Klippe“.

 

Das Buch ist eine Ode an die Stubnitz! Das achtseitige Literaturverzeichnis spricht für die akribische Recherche und die gute Vernetzung der Autoren. Sensationelle Bilder lassen den Lesenden gedanklich direkt vor Ort wandeln. Und beim nächsten Besuch des Nationalparks Jasmund begeben wir uns alle auf die Suche nach einem Sassnitzer Blumentopf: Einer großen ringförmigen Feuersteinknolle. Ich danke den Autoren für meinen jetzt erweiterten Blick auf eine einzigartige und vielfältige Landschaft!

 

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