Umweltbüro Lichtenberg

Buchrezension NIEMANDLAND leibhaftig, einsam, fern und wild

Das Foto, das die Rückseite des Buches ziert, hat mich aufmerksam werden lassen. Zu sehen ist die Hardangervidda wie ich sie kenne – neblig, trüb, einsam – aber doch unbeschreiblich schön, wild, weit und schroff. Das kleine grüne Zelt sieht meinem eigenen sehr ähnlich, dass im August 2015 auch an wechselnden Orten auf der größten Hochebene Europas stand.

 

Aber zurück zum Buch: Der Autor, der die Idee und das Konzept der „Rucksackschule“ erarbeitete, beschreibt in Rückblenden immer wieder eigene Naturerfahrungen, beginnend in den Nationalparks Amerikas in den 1980er Jahren. Hier waren schon große Schutzgebiete zu finden, im heimischen Harz, dem Ort seiner Kindheitserinnerungen, waren das zu der Zeit noch utopische Gedanken. Er ist fasziniert, von dem „Zulassen freier, ungehemmter Landschaftsentwicklung“, wobei die hiesigen Ranger darunter etwas anderes verstehen, als die forstlichen Behörden einiger amerikanischer Bundesstaaten.

Der Leser (m, w, d) erfährt auch, dass die Nutzung des Stadtbusses in Seattle schon 1983 gratis war, um den Verkehr der Stadt zu entlasten. Eine Debatte die in Berlin gerade erst geführt wird. Das Amerika der 1980er Jahre scheint uns einiges voraus gehabt zu haben.

 

Der Heimatbegriff durchzieht das Buch wie ein seidener Faden: Die Bedeutung umzäuntes Gut war mir neu. Gerhard Trommer ist es als Weitwanderer wichtig, sich aus seinem trautem Heim heraus zu wagen, ganz bewusst in die Wildnis und Einsamkeit aufzubrechen. Um Dinge zu entbehren, um sich zu erden, um eins zu werden mit seiner Umgebung, zumindest während eines gewissen Zeitraumes.

 

Die Entwicklung des Nationalparkgedanken wird gestreift, auch Gegner kommen im Buch zu Wort. Das Buch ist ein Plädoyer an die Menschen in ausgewählten Gebieten die Natur einfach machen zu lassen. Und sich selbst darauf einzulassen, denn „Bäume wollen nichts von dir. Sie sind einfach nur da.“.

 

Zum Ende des Buches kommen Studenten (m, w, d) zu Wort, die gemeinsam mit dem Autor einige Tage durch die Hardangervidda wanderten. Mir aus der Seele sprach eine Studentin mit den Worten „ich bin auf dem besten Weg meine Mitte zu finden“. Wie wahr, wie wahr!

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